@ddeimeke
Der Artikel suggeriert, dass es Matrix- und XMPP-Nutzern nur um Sicherheit ginge. Dabei steht die bei den allermeisten Usern von WhatsApp, die eine Alternative suchen, nicht an erster Stelle, sondern die Bequemlichkeit.

Und weil man bei Matrix und XMPP nunmal Benutzernamen und Passwort braucht, sind sie für viele zu unbequem.

Manche Nutzer wollen aber auch einfach keine Monopole bedienen, meiden zentralisierte Plattformen und können sich die paar Zugangsdaten merken.

So wie hier.

@oausi

Da hast Du den Artikel anders gelesen als ich.

Ich verstehe ihn so, dass XMPP und Matrix nicht für Endanwender - er schreibt Individualbenutzer - geeignet sind.

Und er schreibt, dass föderierte Systeme nicht sicherer sind, dafür aber Stärken im Bereich Autonomie haben.

Und, dass föderierte Systeme prinzipbedingt Schwachstellen haben.

Ich kann allen Aussagen zustimmen und finde nicht, dass da etwas suggeriert wird.

@ddeimeke
Keine Ahnung, was ich als Anwender da falsch mache, aber für mich ist es einwandfrei geeignet.
Aber vielleicht bin ich auch einfach kein normaler Endanwender, schließlich kann ich auch anderes nerdiges Zeug wie E-Mail und Mastodon und sowas ist auf dem Smartphone echt schwieriger einzurichten als ein Matrix-Konto.

@oausi

Meine Frau hatte Schwierigkeiten.

Den Leuten in ihrer Hundeschule, Durchschnittsalter 50plus, würde ich das nicht zutrauen.

Die sind zum Teil mit der Einrichtung von Signal schon am Anschlag.

@ddeimeke
Tscha, man müsste schon auch mal 15 Minuten investieren, um zu verstehen, was man tut und nutzt. Und vielleicht müssten die Nerds™ dann auch noch mal erklären und assistieren. Aber das ist ja meist zuviel verlangt, weil wie gesagt unbequem.

Ach, und ich bin übrigens durchaus auch 50+.

@oausi @ddeimeke

Hehe, dazu fällt mir ein Spruch von Frank Pearce (Blizzard) ein:

"Vielleicht erobern die Geeks nicht die Welt, sondern alle anderen holen endlich auf und beginnen, die Dinge schätzen zu lernen, von denen die Geeks schon immer wussten, dass sie cool sind!"

@oausi

Ich bin auch über 50 und nutze Matrix/Element als Hauptmanager, aber ich bin Techniker.

Menschen, die Technik nur benutzen, ohne sich mit ihr auseinander zu setzen, haben es schwerer. Es fängt ja schon damit an, den richtigen Matrix-Provider (Service-Anbieter) auszuwählen.

Ansonsten gebe ich Dir Recht.

WhatsApp hatte einen wahnsinnigen Erfolg, weil es wirklich einfach war. Und genau an dieser Einfachheit müssen sich andere Dienste messen.

@ddeimeke
Beruflich bin kein Techniker, aber die Devise "Sapere aude!" hat mir schon immer gefallen.

So richtig ist mir auch nicht nachvollziehbar, weshalb Leute sich zwar informiert für einen Anbieter entscheiden können sollen für alles mögliche wie zB. E-Mail, Mobilfunk, Strom, Internet, Autowerkstatt, Zeitung, Turnschuhe, Fitnessstudio, Restaurant, Supermarkt, Streamingdienst und wasweißich, aber nicht für einen Messenger.

Ich glaube, diese Ungeduld ist anerzogen und macht unmündig.

@oausi

Nein, es ist vielen Leuten einfach nicht wichtig.

Wir sagen den Leuten, dass es wichtig ist, aber unsere Argumente überzeugen nicht. Die Bedrohung ist für viele zu abstrakt.

Dazu kommt, dass manche Menschen wirklich nicht das technische Vermögen haben, solche Dinge selber zu machen.

Wo ist denn eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, die man Nutzern weitergeben kann?

Wo finde ich denn als Endnutzer Kriterien für Matrix-Anbieter?

Unglaublich? Ja, ist aber so.

@ddeimeke
Statt also ganz bequem und einfach den voreingestellten, größten Anbieter zu wählen, sollte man lieber den anderen Messenger nehmen, bei dem man gar keine Wahl hat?

Schräge Schlussfolgerung.

@oausi

Du sagst Föderation ist der Vorteil und Neue sollen alle zu einem Anbieter. Wobei dieser Anbieter auch nicht durch Stabilität überzeugt ...

Sehr merkwürdig.

@ddeimeke
Ja, die Wahl zu haben ist ein Vorteil, finde ich. Was nicht heißt, dass jeder diesen Vorteil nutzen muss, wenn er es lieber bequem hat. Was ist daran merkwürdig?

@oausi @ddeimeke nun Matrix muss die Leute mit irgendwas überzeugen. Föderation interessiert die Mehrheit nicht. Das wichtigste Feature ist Nachrichten zuverlässig zu übermitteln. Jegliche Komplexität lenkt davon ab.

Und hier sehe ich das Hauptproblem von Matrix: Statt sich darauf zu konzentrieren, dass das Grundlegende reibungslos funktioniert werden Ideale und Features vorangestellt die der Mehrheit erstmal egal ist. Das hat nichts mit Faulheit zu tun.

Nichtmal meine Kollegen (Software Entwickler) konnte es überzeugen. Nach eine Woche wollte keiner mehr Matrix nutzen da es derart fragil war, dass es sogar zu Synchronisations-Fehlern kam.

Synapse ist unfixbar katastrophal schlecht (Das ist ein Rant für sich, wenn ich drauf eingehen würde was für schlechte Architektur Entscheidungen dort alles getroffen wurden). Die einzige Hoffnung die ich für Matrix sehe ist Dendrite bzw. Ruma.

Und damit ich jetzt nicht komplett als "Hater" betrachtet werde: Ich erzähle das, weil mir das Projekt eigentlich am Herzen liegt. Es hilft aber nicht sich alles schön zu reden und sich dann zu wundern, dass es sich nicht etabliert.

@interru
Da kann ich wieder nicht mitreden, weil ich dem Matrix-Server meiner Wahl seit Monaten keine nennenswerten Ausfälle erlebt habe. Nein, wirklich nicht!

Ein anderer Matrix-Server, den ich Freunden empfohlen hatte, konnte eine ganze Weile nicht mit dem größten Anbieter synchronisieren, okay. Diese Freunde habe dann den Server gewechselt und gut ist.

Wie war das bei Signal und Threema?
@ddeimeke

@interru @ddeimeke @oausi

Das sehe ich genauso: Matrix muss die Leute mit irgendwas überzeugen.

Ich empfehle meinem Umfeld auch
Aber ich habe kürzlich einen Live-Einblick in für meinen Freundeskreis gegeben, einfach nur, um zu zeigen, das modernes "Messaging" viel mehr ist, als 1:1 chats und Privat-Grüppchen....

@ddeimeke Zumal Matrix weit entfernt davon ist stabil und einfach genug zu sein, um es Freunden und Familie zu empfehlen, die nicht technisch versiert sind.
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