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Mit der aktuellen Podcast-Episode bin ich noch nicht ganz durch.

Ralf, Du findest es merkwürdig, dass die Anzahl der auszuleihenden E-Books limitiert wird, findest es aber nicht merkwürdig, dass man E-Books überhaupt ausleihen kann?

Meiner Meinung nach sollte die zwanghafte Analogie zwischen E-Books und gedruckten Büchern beendet werden.

Sie sind aus sehr vielen verschiedenen Gründen nicht gleichzusetzen. Das Thema ist komplex.

@ralfhersel @gnulinux

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@ddeimeke Ich kenne zwar den konkreten Podcast nicht, aber dieses Thema wird gerade ziemlich kontrovers diskutiert.

Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat mit einem Offenen Brief von Bibliotheksleiter*innen erneut eine Gleichstellung von Büchern und E-Books beim Verleih gefordert. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hält diese Vorschläge für nicht umsetzbar.

boersenblatt.net/news/boersenv

@ralfhersel @gnulinux

@Hamiller
Den Podcast findest du hier: gnulinux.ch/podcast/gnulinux_n
Den Link einfach in eine Podcast-App wie AntennaPod einfügen und los gehts. Besagte Folge ist die 007.
// Joël
@ddeimeke @ralfhersel

@ddeimeke Du bist also der Meinung, es sei generell eine schlechte Idee eBooks ausleihen zu können? Wie sollte man sonst mit ihnen umgehen? Nur über Online-Shops verkaufen?

Immerhin sind sie eine weitere Möglichkeit, über die Autoren ihren Content vermarkten können.

In einem Punkt haben die Verlage / Buchhändler IMHO recht, die eBook-Variante kannibalisiert den Markt gedruckter Bücher.

@ralfhersel @gnulinux

@Hamiller

Warum ausleihen? Warum ein Geschäftsmodell in die Jetzzeit retten, das nicht passt?

CDs -> iTunes, Spotify, Deezer, ...
DVDs -> Mediatheken, Netflix, Sky, Disney+, ...

Bücher -> "Online-Bibliothek"?

Warum nicht einen fixen Betrag im Monat zahlen und Zugriff auf alles bekommen? Gerne mit weichem DRM.

An dem Punkt würde die Buchpreisbindung mal im Weg stehen. Ansonsten bin ich grosser Fan davon.

@ralfhersel @gnulinux

@ddeimeke Sowas gibt es ja schon mit "Kindle Unlimited" von Amazon.

Ist allerdings von dem "bösen" Amazon und ich hab keine Ahnung, wie gut die Autoren an den Einnahmen beteiligt sind.

dadslife.at/service/amazon-kin

@ralfhersel @gnulinux

@Hamiller

Ich weiss, aber das ist mit hartem DRM und enthält nur einen Bruchteil der deutschsprachigen Bücher.

@ralfhersel @gnulinux

@ddeimeke Die zwanghafte Analogie bei den Zeitungen zwischen Papier und E-Ausgabe müsste auch endlich aufgegeben werden... Ich kaufe doch nicht überall ein Jahresabo. Im E-Zeitalter müsste man einzelne Artikel kaufen können - aber das geht noch immer nicht... Schönstes Gegenargument: Sowas werte den Journalismus ab. Aber hallo! @ralfhersel @gnulinux

@Hiker @gnulinux @ralfhersel @ddeimeke bei heise kann man ja einzelne Artikel kaufen. Aber zwei Artikel kosten dann so viel wie eine ganze Zeitschrift

@Strubbl Eben, wie ich sagte, sie haben es noch immer nicht begriffen. Ich war schon mit einigen Journalisten im Gespräche... aber eben... @gnulinux @ralfhersel @ddeimeke
@ralfhersel @ddeimeke @gnulinux Diese Paywalls gehen mir auch total auf den Sack. Ich klicke dann schon sofort weg, wenn solch Modals zu Gesicht bekomme. #Paywall #KapitalismusAbschaffen

@roland

Wie soll das denn sonst finanziert werden? Hast Du einen Vorschlag?

@ralfhersel @gnulinux

@ralfhersel @ddeimeke @gnulinux Weiss ich nicht, vielleicht per Steuern, also bei den oeffentlich-rechtlichen insbesondere? Mal einfacher erklaert: Wenn ich Inhalte niedriger Qualtaet abliefere - und ich meine jetzt nicht Video- oder Tonqualitaet, die ist heutzutage perfektioniert (siehe Full-HD/4k/8k, Surround 7.1 usw. wie das gespeichert und auch verarbeitet werden soll, ist eine andere Frage) - dann muss ich mich nicht wundern, dass ein Grossteil meiner Audience wegbleibt. Gut, Menschen haben immer unterschiedlichen Geschmack, somit kann auch niemals allen es richtig machen, es wird immer einen geben, der noergelt.

Ich kann es ja auch aus Sicht der Speicherung verstehen, Festplatten/SSDs und RAM (Datenbanken laden schneller, wenn mehr gecacht wird) haben nunmal eine begrenzte Kapazitaet, ist mir klar. Und das muss auch wo bezahlt werden. Aber das auf den Kunden abwaelzen? Auch ich muss zusehen, und ich verdiene 0 EUR hiermit, dass ich meine Instanzen bereinigt bekomme, also aeltere Beitraege loeschen lasse (automatisiert, nach festlegbaren Regeln), da sonst einfach die Datenbank volllaeuft.

Oder mit Werbung finanzieren? Ne, da hast du schon vor 10 Jahren nichts mehr richtig verdient (siehe Affiliate-Netzwerke usw.), das sind 0,0001 Cent (ja, nicht EUR) pro Einblendung oder gar nur Klick, die du bekommst (muss kein echter Wert sein, nur zur Vorstellung wie knapp das bemessen ist). Viele Menschen haben Adblocker installiert, weil die Werbung einfach zu viel geworden ist.

Ich weiss nicht, was hier die ultimative Loesung ist, das "Vergessen" (bereinigen eher, also DELETE LOW_PRIORITY FROM `foo` WHERE `bla` und nicht UPDATE `foo` SET `deleted`=1 WHERE `deleted`=0 AND `bla`) koennte ein Baustein sein.

@roland

Du hast meine Frage falsch verstanden.

Jemand, der Arbeit leistet, sollte dafür auch entlohnt werden, es sei denn es ist etwas ehrenamtliches.

Wo soll das Geld herkommen? Vom Verlag, ok. Und, wo soll der Verlag Geld herbekommen, um den Journalisten zu entlohnen?

@ralfhersel @gnulinux

@ddeimeke @roland eine Art Spotify für Print würde ich sehr begrüßen. Das würde die Attraktivität immens steigern.

Das aktuell jeder Verlag alleine Abonnenten sucht sorgt schlussendlich nur für eine Abnahme des Angebots da sich kleine Verlage so kaum behaupten können.
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