Selten so einen unreflektierten Artikel gelesen, wie den Kommentar von Holger Schellkopf zur Arbeitszeiterfassung in der t3n (t3n.de/news/urteil-arbeitszeit).

Wer beim Thema Arbeitszeiten behauptet, der Markt würde das schon regeln und Pseudoargumente vom Kaliber "Opa's Stechuhr" vorbringt, der sollte sich dringend aus seinem Chefsessel erheben und einen Perspektivwechsel vollziehen. 1/3

"Der Markt" kann nur regeln, wenn beide Seiten auf Augenhöhe handeln können und ein ausreichendes Maß an Beweglichkeit gesichert ist. Auf dem Arbeitsmarkt ist das schlicht nicht der Fall.

Das wird schon dadurch deutlich, wie gutsherrenartig sich manche Unternehmen trotz "Fachkräftemangel"-Theaterdonner nach wie vor verhalten. Aufschlussreich sind mancherorts vor allem die geäußerten Erwartungen in Bewerbungsgesprächen, sowie die allergische Reaktion auf so Frechheiten wie "Teilzeit" 😱. 2/3

Folgen

An diejenigen, die sich durch die Erfassung ihrer Arbeitszeiten "gegängelt" fühlen: Auch wenn man selbst vielleicht in der glücklichen Situation ist, einen Arbeitgeber gefunden zu haben, dem man in solchen Fragen tatsächlich vertrauen kann, sollte man in der Lage sein, über den Tellerrand zu schauen und sich solidarisch zu zeigen mit Beschäftigten in weniger privilegierten Situationen (z.B. Bau, Pflege, Logistik). Ein-und-Auschecken tut nicht weh, ist aber solidarisch und schützt auch euch! 3/3

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